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 Orte mit bewegter Vergangenheit
Der Reiz des Verlassenen

Der Reiz von Ruinen und Geisterstädten ist ungebrochen. Ganze Fotobände sind inzwischen mit Bildern von einst blühenden Orten und stolzen Gebäuden gefüllt, deren heutiges Aussehen kaum noch etwas mit ihren Glanzzeiten zu tun hat.

Wohl die schaurig-schönsten Geschichten ranken sich in Europa um die Isole del Dolore, die Inseln des Schmerzes, in der Lagune von Venedig, und keine von ihnen ist berühmt-berüchtigter als Poveglia, die ehemalige Quarantänestation für Pestkranke und Cholerafälle.

Gerade mal 2,5 Hektar misst die Insel, die auch als Insel des Wahnsinns und Insel ohne Rückkehr bezeichnet wird. Heute ist dort nichts mehr geblieben als langsam überwucherte Ruinen einer alten Festung, ein ehemaliger Kirchturm, alte Weinstöcke und wild rankendes Gestrüpp. Und Geister, die noch heute spuken sollen. Schuld daran, so die Legende, soll ein verrückter Professor gewesen sein, der seine Patienten gefoltert hat. Das Krankenhaus und Altenheim, das bis in die 60er Jahre genutzt wurde, sei in Wirklichkeit eine Irrenanstalt gewesen, wird gemunkelt.

Fakt jedenfalls ist, dass die Venezianer Poveglia er- und behalten wollen. 2014 wollte die klamme Stadt die Nutzungsrechte versteigern. Binnen kurzer Zeit bildete sich eine Bürgerinitiative, die gegen einen Investor bot. Im Endeffekt war der Stadt kein Gebot genug, und die Insel bleibt romantisch-verfallener Stoff von Legenden.

Das Opfer politischer Umstände wurde hingegen das erst 1972 erbaute Adriatic Club Casino auf der Halbinsel Krk im heutigen Kroatien. So attraktiv Gebäude und Lage auch waren, das Projekt war zum Scheitern verurteilt, weil Jugoslawiens Staatschef Tito und seine sozialistische Regierung nur ausländischen Touristen das Spiel im Club zugestand. Nach nur einem Jahr war der Betrieb pleite.

Erdbeben und Lawinen haben hingegen Craco in Italien zur Geisterstadt werden lassen. Wie eine alte Festung fügen sich die dem Zerfall trotzenden steinernen Gebäude malerisch in die Landschaft ein. Wo einst Familien ihrem alltäglichen Geschäft nachgingen, sind heute Unkraut und tierische Bewohner auf dem Vormarsch. Doch von aller Welt verlassen ist Craco dennoch nicht. Touristen und Filmemacher wissen den malerischen Reiz des Verlassenen noch immer zu schätzen.

Geisterstädte und Ruinen aller Art, gleich ob es sich um durch Naturgewalten, politische oder finanziell bedingten Verfall handelt, locken mit ihrem teils poetischen, teils makabren Charme Besucher an. Manchmal wird ihnen sogar ein neues Leben zuteil, als Kulisse für Film und Fernsehen, oder gar als Baudenkmäler wie das urkundlich schon im Jahr 1240 erwähnte und kurz vor Kriegsende 1945 bei einem Luftangriff fast völlig zerstörte Haus Empel in Rees im Kreis Kleve. Hinter dem bescheidenen Namen verbirgt sich eine ehemalige trutzhafte Ritterfestung, die im Laufe der Jahrhunderte stets erweitert wurde und auch deshalb als stilistisches Kleinod der Architektur galt – bis die Bomben fielen. Heute ist die Ruine Denk- und Mahnmal zugleich.

Foto: Craco in Italien / Quelle: pixabay.com/MeleCoronato
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